
Der Serviettenkloß heißt so, weil er in einem Tuch gekocht wird, das nicht
unbedingt eine Serviette sein muss, aber groß genug, dass kein
bisschen Teig austreten kann. Leider ist es gar nicht möglich, genaue
Mengenangeben zu machen, weil die Brötchen ganz unterschiedlich trocken sein
können. Also: alte Semmeln klein schneiden/-klopfen, und
so viel kalte Milch darüber gießen, wie die
Semmelstückchen aufnehmen können, dazu gleich auch Eier, Salz, Pfeffer und
Muskat. Immer mal rühren und Konsistenz kontrollieren.
Man braucht ungefähr je eineinhalb Brötchen ein Ei und für einen großen Kloß
etwa 1 Liter Milch. Aber Vorsicht: je größer der Kloß, um so schwieriger ist es,
ihn richtig im Tuch zu binden und um so länger muss er kochen. Ich habe schon
Lehrgeld bezahlen müssen für offene Falten, geplatzte Bindegummis, angebrannten
Boden des "Sacks" und sonstige Pannen. Meistens gelingt der Kloß aber nach
mindestens einer Stunde Kochen in einem großen Topf. Vorsichtig herausnehmen,
abtropfen lassen, vom Tuch befreien und in Scheiben schneiden. Ich mache meist
ein mittelgroßes Exemplar aus etwa 12-15 Brötchen und 10 Eiern, da bleibt bei 4
Personen noch was zum Aufbraten (in der Pfanne) am nächsten Tag. Es sieht
kompliziert aus, ist es aber überhaupt nicht, weil man die Vorarbeit
Schneiden/Einweichen ja schon am Vorabend machen kann und man auch viel Zeit für
Fleisch, Soße, Salat usw. hat, währende der Kloß kocht.
- 12- 15 Brötchen
- 10 Eier
- 1 Liter Milch
|
Serviettenkloß
|